Kulturstiftung Leipzig verleiht zum 13. Mal den Hieronymus-Lotter-Preis

Am 5. November verliehen die Stadt Leipzig und die Kulturstiftung Leipzig im Rahmen der Europäischen Messe für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung zum 13. Mal den Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege. Mit dem Preis werden ausschließlich private Bauherren ausgezeichnet, die ein Kulturdenkmal in der Stadt Leipzig besonders vorbildlich saniert haben. Namensgeber für den Preis ist der achtmalige Bürgermeister und geniale Bauorganisator Hieronymus Lotter (1497-1580), die Lichtgestalt der Stadt- und Baugeschichte des 16. Jahrhunderts.

Der erste Preis ging an die GRK-Holding AG für die vorbildliche Sanierung und Restaurierung der Historismusvilla Wächterstraße 15. Die Jury lobt neben der gelungenen Fassaden- vor allem die denkmalsgerechte Innengestaltung. Trotz Nutzung als Firmensitz sei die Raumstruktur erhalten geblieben und alle historischen Elemente sorgfältig restauriert worden. Max Pommer hat die Wächterstraße 15 wie viele andere Bauten im Musikviertel auch Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Sie gilt heute als außerordentliches Zeugnis für Leipziger Architektur-, Kultur- und Sozialgeschichte. Mit dem zweiten Preis ist das Ehepaar Sara Marius Le Prince und Dr. Helmut Friedlein geehrt worden. Ihnen ist es gelungen, die Villa in der Lausicker Straße 26, 1932 im Art-déco-Stil gebaut, weitgehend im Originalzustand zu erhalten. Die Planung erfolgte durch Thorsten Luka, Freier Architekt in Leipzig. Den dritten Preis hat sich Bauherrin Birgit Hartmann verdient. Ausgezeichnet wird sie für die grundhafte Sanierung der Mayerschen Villa nebst Gartenhaus und -anlage in der Abtnaundorfer Straße 62 nach der Planung durch das Ingenieurbüro Holger Döbelt GmbH &Co. KG. Hier erstrahlt ein Gesamtensemble in alter Schönheit und kann wieder entdeckt werden. Außerdem wurden drei Anerkennungen vergeben.

Abtnauendorfer 62

   Dritter Platz:

   Mayersche Villa

   Abtnaundorfer Straße 62

   Foto: Wolfgang Hocquél